Die ersten 200 Tage: Bettina Haueisen ist bei SG angekommen und mitten drin!

15.02.2025
Vor gut 200 Tagen hat Betina Haueisen die Herausforderung als Geschäftsführerin für SG übernommen. Dieter Matz führte ein Gespräch mit ihr über die ersten Erfahrungen und was sie motivert.

Bettina Haueisen moderiert die SG Weihnachtsfeier 2024 ©privat

Es ist sicher noch nicht allen Mitgliedern unserer SG - der Sportgemeinschaft Heddesheim e.V. - aufgefallen, dass seit dem 5. August 2024 in unserer Geschäftsstelle ein weiterer Arbeitsplatz besetzt ist. Die Besetzung dieses neuen Arbeitsplatzes erfolgte mit einer hauptamtlichen Person. Bei der Größe der SG mit mittlerweile über 2.000 Mitgliedern im Vereinsbereich und integrierter Sportkita mit fünf Gruppen und derzeit 15 festangestellten Mitarbeitenden ist der zu erledigende Aufwand doch recht umfangreich geworden.

Ich möchte Dich, liebe Bettina, mit diesem Interview als Geschäftsführerin der SG den Mitgliedern, aber auch der Heddesheimer Bevölkerung vorstellen.

  • Du bist keine Heddesheimerin, daher die Frage: wo stand deine Wiege?

Ich bin in Mannheim geboren und aufgewachsen. Nach meinem Schulabschluss habe ich mich für ein freiwilliges, soziales Jahr entschieden. Über den europäischen Freiwilligendienst habe ich die Möglichkeit bekommen dieses in Norwegen zu absolvieren und ein Jahr in der Hauptstadt Oslo zu leben. Nach dem Jahr konnte ich mir erstmal nicht vorstellen in die Heimat zurückzukehren und habe mein Studium in Sportwissenschaft in Leipzig absolviert. Nach einem weiteren Zwischenstopp in Oslo ging es zum Master nach Karlsruhe. Für meine erste Arbeitsstelle bin ich dann für sechs Jahre nach München gezogen.

  • Wer oder Was hat Dich in Kindestagen an den Sport herangeführt?

Meine älteren Geschwister waren jeden Montag bei uns im Vorort im Kinderturnen und somit bin ich montags quasi in der Sporthalle aufgewachsen. Kurz vor meinem dritten Geburtstag habe ich beschlossen, dass ich auch im Kinderturnen mitmachen möchte und so begann meine sportliche Karriere. Dem Verein und dem Turntraining am Montag bin ich auch bis zu meinem Umzug nach Oslo treu geblieben. An den anderen Tagen haben sich die Sportaktivitäten über die Zeit etwas verändert, sodass ich insgesamt zwölf Sportarten ausprobiert habe, bevor ich mit zwölf Jahren beim Rudern gelandet bin, was ich über mehrere Jahre als Leistungssport gemacht habe.

  • Hast du in Mannheim oder in Heidelberg gerudert?

Ich habe in Mannheim auf dem Neckar gerudert und habe meinen Heimatverein unter dem Fernmeldeturm beim Mannheimer RV Amicitia.

  • Welches waren Deine Lieblingssportarten (in Kindestagen)?

Ich bin früher sehr gerne Trampolin gesprungen, habe geturnt und Ballett getanzt. Mit der Zeit ist dann Rudern zu meiner Hauptsportart geworden. Allerdings habe ich neben den Rudern als Ausgleich immer geturnt, also die Kombination war mir wichtig und hat mir sehr gutgetan. Außerdem bin ich gerne im Schnee beim Skifahren und seit meinem FSJ auch beim Langlaufen. In den Anfängen im Schwarzwald bei Skifahren und Skilanglauf in Oslo, inzwischen mache ich beides hauptsächlich in den Alpen.

  • Welchen Sport treibst Du heute noch?

Ich bin nach wie vor dem Rudern treu, auch wenn ich selbst nicht mehr so viel rudere und trainiere wie früher, nehme ich an kleineren Regatten teil und trainiere die Kindergruppe in meinem Heimatverein. Da in München der Ruderverein fürs alltägliche Training zu weit weg war, habe ich zum Triathlon gewechselt und absolviere auch immer wieder Wettkämpfe. Im Winter gehe ich gerne Langlaufen und Skifahren. Da ich einen großen Bewegungsdrang habe, kann ich mich für viele Sportarten begeistern, solange ich nicht mit Bällen auf Ziele werfen muss.

  • Ich sehe, dass hinter Deinem Arbeitsplatz ein (Renn-) Fahrrad steht, heißt das, dass Du heute täglich „sportlich“ zur Arbeit kommst?

Ja, mein Rennrad hole ich zwar selten für den “kurzen” Weg zur Arbeit raus, aber mein Rad ist mein (fast) täglicher Begleiter von Mannheim übers Feld nach Heddesheim. Jetzt im Winter fahre ich allerdings auf dem Rückweg auch gelegentlich mit meinem Rad mit der Bahn.

  • Wie bist Du gerade nach Heddesheim zur SG gekommen?

Bei mir hat sich über die Jahre in München der Wunsch entwickelt wieder in die Heimat zurückzugehen. Daher habe ich nach Stellenangeboten in der Rhein-Neckar-Region Ausschau gehalten und bin auf eine Stelle bei der IGSH aufmerksam geworden. Dadurch kam ich mit Wolf-Günter Janko und Michael Schuster in Kontakt. Über mehrere Gespräche und Monate hinweg hat sich dann die Stelle und die zukünftige Zusammenarbeit entwickelt.

  • Seit einem halben Jahr bist Du als Geschäftsführerin bei der SG im Amt. Hast Du Dir schon einen Überblick über die sportliche Vielfalt unseres Vereins verschaffen können?

Über die ersten sechs Monate habe ich bereits viele Einblicke in die Vielfalt des Vereins bekommen und stand bereits mit den Abteilungen im Austausch zu unterschiedlichen Themen und Angeboten. In dem ein oder anderen Bereich kenne ich mich inzwischen bereits ein bisschen besser aus, in anderen habe ich einen groben Einblick. Bei der Größe und langen Geschichte des Vereins wird es sicher noch etwas dauern, bis ich die Details und Strukturen in allen Dingen kenne. Bisher habe ich aber immer einen Ansprechpartner gefunden, der mir weiterhelfen konnte.

  • Neu ist für Dich sicher auch die Tätigkeit in einem Sportkindergarten?

Mit dem Kindergarten hatte ich eigentlich seit meiner eigenen Zeit dort nicht mehr viele Berührungspunkte, sodass dort vieles für mich neu ist. Dazukommt, dass der Sportkindergarten selbst noch in der Entwicklung ist und sich regelmäßig neue Herausforderungen auftun. In dem Themenfeld wird es mir sicher in nächster Zeit nicht langweilig und ich freue mich dort weiter dazuzulernen und meine Erfahrungen zu sammeln.

Liebe Bettina, vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir viel Freude und Erfolg bei diesen herausragenden Aufgaben als Geschäftsführerin der SG.

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